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Fachkräftemangel – Wirtschaft bietet Schulen Technikpraxis an

(27.11.2008)

Der deutschen Wirtschaft fehlen technische Fachkräfte

47. Newsletter der Deutschen Industrie- und Handelskammer

Quelle: DIHK


Ministerin Schavan: "Wir investieren verstärkt in die Zukunft"

(21.11.2008)

Ausgaben für Bildung und Forschung steigen im nächsten Jahr auf über zehn Milliarden Euro

"Wir müssen gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in Bildung und Forschung investieren, um im globalen Wettbewerb für die Zukunft gerüstet zu sein," sagte die Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan anlässlich der abschließenden Haushaltsberatungen. Die Investitionen des Bundes in Bildung und Forschung steigen deshalb deutlich an: Der Haushalt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wird 2009 auf 10,204 Milliarden Euro anwachsen. Das sind rund 854 Millionen Euro mehr als im Vorjahr – umgerechnet ist das ein Anstieg von mehr als neun Prozent. "Damit trägt der Bund seinen Anteil dazu bei, um die F&E-Ausgaben In Deutschland 2009 auf fast 2,9 Prozent des Bruttoinlandprodukts steigern zu können. Das ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum Drei-Prozent-Ziel," sagte Schavan.

Über den Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2009 hinaus stellt der Haushaltsausschuss ein 200 Millionen Euro-Paket für Bildung und Forschung bereit. Ministerin Schavan bewertete diese zusätzlichen Investitionen als "ein klares Signal, dass Bildung und Forschung entscheidend sind für Wachstum und Beschäftigung". Die nun beschlossenen zusätzlichen 200 Millionen Euro sollen in den Forschungsorganisation vor allem für Energie-, Klima- und Umweltforschung eingesetzt werden. Außerdem stärkt das Ministerium seine Projektförderung für den Mittelstand in Bio- und Produktionstechnologie und ermöglicht die Modernisierung der überbetrieblichen Berufsbildungsstätten.

Das BMBF setzt im Haushalt 2009 weitere Schwerpunkte: die Forschung für die alternde Gesellschaft und Gesundheitsforschung, die FuE-Kapazitäten in kleinen und mittleren Unternehmen durch die Förderinitiative "KMU-innovativ", die Klima- und Energieforschung sowie die internationale Forschungszusammenarbeit. Der Aufstieg durch Bildung wird durch zentrale Initiativen wie das Meister-Bafög und die Aufstiegsstipendien, die beim Bildungsgipfel im Oktober beschlossen wurden, vorangetrieben. All diese Initiativen werden durch den neuen Haushalt nun möglich.

"Das deutsche Wissenschaftssystem braucht mehr Selbständigkeit, um die Attraktivität Deutschlands im internationalen Wettbewerb der Wissenschaftssysteme und Innovationsstandorte zu steigern", erklärte Schavan. Mit der Initiative "Wissenschaftsfreiheit" erhalten die Forschungsorganisationen deshalb mehr Freiheit, um ihre Ressourcen flexibel und zielgenau einsetzen zu können.

Darüber hinaus wird durch die Bündelung der Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft beim BMBF künftig eine einheitliche Strategie bei der Forschungsförderung in diesen Einrichtungen ermöglicht.

Quelle: BMBF


"Trotz erfreulicher Tendenz bei den Pisa-Studien: Mehr Naturwissenschaften an den Schulen!

(21.11.2008)

"Man kann dem Pisa-Bundesländervergleich durchaus auch positive Seiten abgewinnen", kommentiert Professor Dr. Wolfram Koch, Geschäftsführer der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), die am 18. November 2008 erschienene Bildungsstudie, die auf Erhebungen aus dem Jahr 2006 beruht.

"Die so genannten Pisa-Mittelwerte der 15-jährigen Schüler sind in Deutschland in den Naturwissenschaften im Zeitraum von sechs Jahren von 487 auf 516 gestiegen. Das sind 29 Pisa-Punkte mehr, was in etwa dem Lernfortschritt von einem Schuljahr entspricht. Sachsen-Anhalt (+ 47), Brandenburg (+44), Sachsen (+42), Mecklenburg-Vorpommern (+37) und Thüringen (+35) haben noch deutlich größere Lernfortschritte in den Naturwissenschaften erzielt. Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung, von der zu hoffen ist, dass sie sich fortsetzt." "Die Erfahrungen der Besten zu kopieren, ist keine Schande, sondern eine Notwendigkeit. Im Klartext heißt das: mehr Zeit für Naturwissenschaften, kein Abwählen von Mathematik und Naturwissenschaften, 12-jähriges Abitur und Zentralabitur in ganz Deutschland, Schluss mit föderalistischen Sonderwegen, die im Pisa-Keller enden", ergänzt Professor Dr. Gerhard Kreysa, Geschäftsführer der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie.

Die GDCh und die DECHEMA haben in den vergangenen Jahren, häufig auch mit anderen naturwissenschaftlichen Organisationen, immer wieder in Stellungnahmen zur Bildungspolitik betont, wie wichtig eine solide naturwissenschaftliche Bildung gerade in heutiger Zeit ist, die von Technik und Naturwissenschaften geprägt wird. Die Pisa-Studie von 2000, auf der der erste Bundesländervergleich beruhte, förderte Erschreckendes zutage: Deutschland erreichte nur 487 Punkte (der OECD-Schnitt liegt bei 500). Bremen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt waren mit 461, 470 bzw. 471 Punkten die Schlusslichter. Die erfreulichen Lernfortschritte begannen also auf einem niedrigen Niveau.

Es bleibt nun einmal auch Tatsache, dass sich Deutschland und seine 16 Bundesländer im Wettbewerb mit anderen Staaten nur dann fortentwickeln können, wenn die Bürger über ein hohes Bildungsniveau vor allem in Naturwissenschaften und Technik verfügen. Nur so kann Fortschritt erzielt werden, können Innovationen geschaffen werden, die ein Wirtschaftsstandort ohne nennenswerte Rohstoffe braucht. Das lässt sich an vielen Beispielen festmachen, so an der Energiefrage, eine der größten Herausforderungen dieses Jahrhunderts. Problemlösungen können nur aus Naturwissenschaften und Technik kommen - zu einem bedeutenden Teil übrigens aus der Chemie und der chemischen Technik. Die allgemeinbildenden Schulen müssen hier solide Wissensgrundlagen schaffen und auch das Interesse an einer weiteren Berufs- oder Hochschulausbildung in diesen Bereichen wecken.

GDCh und DECHEMA plädieren daher nachdrücklich und erneut dafür, dass an allgemeinbildenden Schulen mehr Stunden für Naturwissenschaften angeboten werden. Der Ländervergleich zeigt, dass dies ausschlaggebend für höhere Kompetenzen ist. Professor Dr. Reinhard Demuth vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) an der Universität Kiel und Mitglied der GDCh-Kommission für Lehrerfortbildung betont: "Sehr wichtig ist, dass die Naturwissenschaften in ihrer Breite ohne Unterbrechung vom Sachunterricht in der Grundschule bis zum Ende der Sekundarstufe I unterrichtet werden und Chemie nicht erst in Klasse 9 einsetzt. Darüber hinaus ist eine die Schülerinnen und Schüler motivierende Unterrichtsgestaltung unabdingbar. "Zuerst denken und dann experimentieren" ist hier die Devise und nicht, wie eine große deutsche Tageszeitung titelt: "Denken ist besser als Experimentieren"." Professor Kreysa legt Wert darauf, dass dem Unterhaltungswert des Experiments keinesfalls die Anstrengung des Lernens und Nachdenkens geopfert werden dürfe.

Weitere Informationen
http://www.gdch.de
/> http://www.dechema.de

Quelle: IDW Online


Schavan: "Neue Lernkultur durch digitale Kompetenz"

(14.11.2008)

Informations- und Kommunikationstechnologien werden in der Bildung immer wichtiger

"Zu einer modernen Pädagogik gehört eine digitale Lernkultur. Die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) bieten heute ganz neue Zugänge zu Bildungsinhalten. In der Wissensgesellschaft des 21. Jahrhundert ist der sichere Umgang mit Computer und Internet elementar für alle Bildungsverläufe. So müssen auch alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, den verantwortungsvollen und intelligenten Umgang mit den neuen Medien zu lernen und zu praktizieren." Das forderte Bundesbildungsministerin Annette Schavan bei der Jahrestagung der Initiative D21 in Berlin. Dabei lobte sie Initiativen aus der Wirtschaft, mit denen Impulse zur engen Verknüpfung von IKT und Bildung gegeben werden. Schavan hob hervor, dass die neue Lernkultur durch IKT eine hohe Individualisierung und gleichzeitig eine größere Unabhängigkeit von Institutionen mit sich bringe. "Die Schülerinnen und Schüler bringen heute andere Kompetenzen als früher mit. Schulen müssen die Lebenswelten der jungen Menschen integrieren, wenn sie sich weiterentwickeln wollen."

"Auch im Blick auf den Bedarf an Fachkräften brauchen wir eine breit angelegte Medienkompetenz", betonte Schavan. "Hier spielt IKT eine zentrale Rolle. Gerade in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) sind die Entwicklungen so rasant, dass eine Ausbildung nach dem neuesten Stand sowie eine permanente Weiterbildung unerlässlich sind." Die Ministerin wies darauf hin, dass beim Nationalen IT-Gipfel am 20. November die Themen Forschung, Fachkräfte und Nachwuchs zu den Schwerpunkten zählen.

Ministerin fordert deutlichen Ausbau des Stipendienwesens

In den Schulen müsse eine breite naturwissenschaftliche Bildung eine Selbstverständlichkeit sein, sagte Schavan. Vor der Zulassung an eine Hochschule müsse es eine gute Beratung für die entsprechenden Studiengänge und Berufsbilder geben. "Die jungen Leute müssen wissen, dass sie verlässliche Berufsperspektiven haben. Dabei ist auch die Finanzierung wichtig. Wir haben das Bafög deutlich erhöht und den Empfängerkreis erweitert. Es muss aber auch Dynamik in das Stipendienwesen kommen. Ich setze mich für ein Stipendienwesen ein, das je zur Hälfte von der öffentlichen Hand und der Wirtschaft getragen wird. Der Bund ist bereit, das seinige dafür zu tun."

Quelle: BMBF


"Bester Ausbildungsbetrieb" ausgezeichnet

(13.11.2008)

Die Neuköllner Biotronik GmbH & Co. KG ist Berlins bester Ausbildungsbetrieb des Jahres 2008. Für sein breites Angebot an Ausbildungsberufen, seiner Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen und zusätzlichen Angeboten für Auszubildende wurde der Hersteller medizinischer Geräte für Herzpatienten gestern vom Präsidenten der Industrie- und Handelskammer, Eric Schweitzer, und Handwerkskammer-Präsident Stephan Schwarz ausgezeichnet.

Auf den zweiten Platz wählte die Jury die Hoffotografen GbR aus Berlin-Mitte. Dritter wurde die Berliner Volksbank. Mit 141 eingereichten Vorschlägen und Bewerbungen verzeichnete der mittlerweile fünfte Wettbewerb beider Kammern in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung.

Vergeben wird die Auszeichnung jährlich für vorbildliches Engagement bei der Berufsausbildung. Kriterien sind unter anderem die Ausbildungsquote, Leistungen der Lehrlinge sowie die Ausbildungskultur in den Betrieben. Der Jury gehörten an: Margit Haupt-Koopmann, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion für Arbeit Berlin-Brandenburg, Dagmar Reim, Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg, Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) sowie die Präsidenten beider Kammern und Carsten Erdmann, Chefredakteur der Berliner Morgenpost. Insgesamt sechs von 70 als "vorbildlich" bewerteten Betrieben schafften es in diesem Jahr in die engere Auswahl. Neben einer Urkunde erhielten die Gewinner Freikarten für Veranstaltungen der Bundesliga-Sportvereine Alba Berlin, Hertha BSC, Eisbären und Füchse Berlin.

"Die Gewinner des Wettbewerbs sind gleichzeitig auch Gewinner für Berlin", unterstrich Wirtschafts-Staatssekretär Jens-Peter Heuer den Stellenwert der Auszeichnung. Der Grad der Ausbildung sei ein wichtiger Indikator für die Lage der Wirtschaft in der Stadt. Bundesweit habe es in diesem Jahr erstmals wieder mehr Stellen als Bewerber gegeben, so Heuer. Für Berlin traf dies zwar noch nicht zu, doch sei auch dort eine Entspannung zu bemerken. Die Zahl der Schulabsolventen, die keinen Platz bekommen haben, sei in Berlin um rund 20 Prozent zurückgegangen. Gut ausgebildete Fachkräfte hätten Deutschland einst stark gemacht, erinnerte Handwerkskammer-Präsident Stephan Schwarz. Wegen der demografischen Entwicklung aber sei dieser Standortvorteil mittlerweile gefährdet. Deshalb sei Ausbildung für Betriebe eine Zukunftsabsicherung, mahnte Schwarz. Noch immer weise die Stellenbörse der Handwerkskammer 170 freie Lehrstellen auf. "Bei der IHK sind es 75 in knapp 40 Berufen." Zudem rief Schwarz Schulen und Unternehmen auf, künftig noch enger zusammenzuarbeiten, um Schüler noch besser auf die Anforderungen des Berufsalltages vorzubereiten. IHK-Präsident Eric Schweitzer forderte die Einführung eines Faches Wirtschaftslehre an Berliner Schulen. Ohne gute Ausbildung sei bei jungen Leuten häufig eine Hartz-IV-Karriere vorprogrammiert. "Das ist nicht nur für die Betroffenen eine Katastrophe, sondern für die ganze Gesellschaft", so Schweitzer.

Auch Christoph Böhmer, Geschäftsführer von Biotronik, sieht noch erheblichen Handlungsbedarf beim Bildungssystem. "Viele Talente liegen brach, weil sie nicht richtig gefördert werden." Fachkräftemangel sei immer hausgemacht, so der Geschäftsführer. So sei es nicht nachzuvollziehen, dass etwa Polen für Deutschland noch immer keine Arbeitsgenehmigung bekämen. Ferner bemängelte Böhmer die Bereitschaft mancher Betriebe, auch Jugendliche mit Migrationshintergrund zu berücksichtigen. "Integration findet nicht statt." Derzeit lernen beim Neuköllner Spezialisten für Herzschrittmacher-Technik 59 Auszubildende und Berufsakademie-Studenten. Bei der Suche nach geeigneten Bewerbern geht das Unternehmen auch auf die Schulen zu. "Zum Anfang des Schuljahres haben wir Direktoren der Oberschulen in unserem Bezirk angesprochen und konkrete Projekte vereinbart", berichtete Böhmer. So würden etwa technisch interessierte Schüler regelmäßig zu Praktika eingeladen. "Bestimmt schon weit mehr als hundert waren seitdem bei uns." Einige der Schüler hätten dabei durchaus viel Potenzial gezeigt, so Böhmer.

Quelle: Berliner Morgenpost


Eindrücke: Schulmesse 07.11.2008 in Groupiusstadt
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DNA-Extraktion // Biologisch-Technischer Assistent

Nachlese: Schulmesse in Gropiusstadt

(13.11.2008)

Am Freitag, 07.11.08 fand die erste Schulmesse des Bildungsverbundes Gropiusstadt statt.
Das ANH Berlin betreute gemeinsam mit der Lise-Meitner-Schule einen Stand, um über die Bildungsgänge an der Lise-Meitner-Schule zu informieren und Schüler/-innen, Eltern und Lehrkräfte die Ausbildungsmöglichkeiten und -berufe in den Hochtechnologien vorzustellen. Das Interesse der Eltern und Schüler/-innen war groß und Kontakte zu weiteren Schulen wurden geknüpft.

ANH Berlin


Eindrücke: "Tage der Berufsausbildung"
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Justierung des Laserlabyrinths // Auszubildende Mikrotechnologin

Nachlese: Tage der Berufsausbildung

(13.11.2008)

Am 24./25.10.08 fand in den Messehallen des ICC Berlins größte Ausbildungsmesse unter dem Motto „Finde deine Zukunft!“ statt.
20.000 Jugendliche nutzten – teilweise mit ihren Eltern – die Möglichkeit, sich über die berufliche Bildung zu informieren und beraten zu lassen. Auch am Stand des ANH Berlin war der Andrang groß. Die jungen Menschen nutzen die Gelegenheit sich über die Ausbildungsberufe in den Hochtechnologien zu informieren und zeigten sich sehr interessiert an den freien Ausbildungsplätzen für das nächste Ausbildungsjahr im September 2009.
Ein Blickfang war die Auszubildende Elisabeth von Papen vom Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik in ihrem Reinraumanzug sowie das Laserlabyrinth.

Weiter Informationen finden Sie hier.

ANH Berlin



letzte Änderungen: 5.1.2009 9:58